Früh kommen
Unter der Woche findest du vormittags fast immer einen Platz. Am Wochenende sind viele Zelte schon mittags voll und schließen die Türen.
Gut vorbereitet auf die Wiesn
Damit dein Oktoberfest-Besuch ein Fest wird: die ungeschriebenen Regeln im Bierzelt, eine Packliste zum Abhaken und alles, was man vorher wissen sollte.
Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt – und es hat seine eigenen Regeln. Wer sie kennt, findet leichter einen Platz, kommt mit den Einheimischen ins Gespräch und erlebt die Wiesn so, wie die Münchner sie lieben.
Unser Guide fasst das Wichtigste zusammen: was du unbedingt tun solltest, was du besser lässt, was in deine Tasche gehört und wie du dich im Wiesn-Bayerisch zurechtfindest.
Dos
Unter der Woche findest du vormittags fast immer einen Platz. Am Wochenende sind viele Zelte schon mittags voll und schließen die Türen.
Beim „Prost!“ schaust du deinem Gegenüber in die Augen. Wer wegschaut, hat angeblich sieben Jahre Pech.
5–10 % sind üblich. Ein gutes Trinkgeld bei der ersten Bestellung sorgt oft für schnellen Service.
Hendl, Brezn, Steckerlfisch oder Ochsenbraten: Gutes Essen vor der zweiten Maß ist Pflicht.
Das Festbier ist stärker als normales Bier. Bestell zwischendurch Wasser – dein Kopf wird es dir am nächsten Morgen danken.
Dirndl und Lederhose sind willkommen, aber kein Muss. Die Schleife am Dirndl links heißt ledig, rechts vergeben.
Frag einfach „Is do no frei?“ – an den langen Bänken sitzt man mit Fremden zusammen und wird schnell Freunde.
Bei „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ stehen alle auf, singen und stoßen an. Auf der Bank stehen ist dabei völlig okay.
Im historischen Teil gibt es nostalgische Fahrgeschäfte, Blasmusik und Tanz – ruhiger und für einen kleinen Eintritt.
Das Handynetz ist oft überlastet. Macht einen festen Treffpunkt aus, zum Beispiel an der Bavaria-Statue.
Don'ts
Auf der Bank stehen ja, auf dem Tisch nein. Wer auf den Tisch klettert, fliegt meist sofort aus dem Zelt.
Krüge mitzunehmen ist Diebstahl und wird an den Ausgängen kontrolliert. Souvenir-Krüge kannst du an Ständen kaufen.
Erlaubt sind nur kleine Taschen bis ca. 3 Liter (20 × 15 × 10 cm). Rucksäcke und Koffer musst du an der Garderobe abgeben.
Eine Maß auf ex ist keine Mutprobe, sondern der schnellste Weg nach draußen. Betrunkene Gäste werden vom Sicherheitsdienst hinausbegleitet.
Reservierte Tische sind gekennzeichnet. Du darfst dort oft sitzen, bis die Reservierung beginnt – dann musst du aufstehen.
Billige Faschings-Dirndl und Plastik-Hüte kommen bei Einheimischen nicht gut an. Lieber normale Kleidung als Verkleidung.
Rund um die Theresienwiese gibt es keine Parkplätze – und nach dem Bier fährst du sowieso nicht. Nimm U-Bahn, S-Bahn oder Tram.
Es gibt genug Toiletten auf dem Gelände. Wer in Hauseinfahrten oder Grünanlagen erwischt wird, zahlt ein Bußgeld.
Checkliste
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Gut zu wissen
Die Zelte öffnen werktags um 10 Uhr, am Wochenende und am Feiertag um 9 Uhr. Letzter Ausschank ist um 22:30 Uhr, Schluss um 23:30 Uhr. Am ersten Tag gibt es Bier erst nach dem Anstich um 12 Uhr.
Der Eintritt aufs Festgelände ist frei. Eine Maß kostet um die 15–16 €, dazu kommt Trinkgeld. Plane auch für Essen und Fahrgeschäfte genug Budget ein.
Tische werden direkt bei den Zelten reserviert, meist für 8–10 Personen und mit Verzehrgutscheinen. In jedem großen Zelt gibt es auch Bereiche ohne Reservierung.
U4/U5 bis Theresienwiese oder Schwanthalerhöhe, U3/U6 bis Goetheplatz oder Poccistraße, S-Bahn bis Hackerbrücke. Ist eine Station überfüllt, nimm die nächste.
Dienstags sind Familientage mit ermäßigten Preisen. Kinder unter 6 Jahren dürfen nach 20 Uhr nicht mehr im Zelt sein – auch nicht in Begleitung.
Notruf 112, Polizei 110. Am Servicezentrum findest du Wiesn-Wache, Fundbüro und die Anlaufstelle „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“.
Einzug der Wiesnwirte und Anstich am ersten Samstag, Trachten- und Schützenzug am ersten Sonntag, Platzkonzert an der Bavaria am mittleren Sonntag, Böllerschießen am letzten Sonntag.
Immer mehr Zelte und Stände akzeptieren Karten, Bargeld ist aber weiterhin am schnellsten. Geldautomaten gibt es auf dem Gelände – oft mit Schlange.
Wiesn-Wörterbuch
Häufige Fragen
Nein, das Festgelände und die Zelte sind kostenlos. Nur für die Oide Wiesn, den historischen Teil, zahlst du einen kleinen Eintritt.
Nein. Dirndl und Lederhose sind beliebt, aber freiwillig. Bequeme Alltagskleidung ist völlig in Ordnung – Faschingskostüme dagegen weniger.
Ja. In jedem großen Zelt gibt es Bereiche ohne Reservierung. Komm unter der Woche oder am Wochenende sehr früh.
Immer öfter, aber nicht überall. Bargeld ist im Zelt am schnellsten, nimm also genug Euro mit.
Für wen?
Wiesn-Bedienungen und Gäste aus aller Welt haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Wähle deine Kategorie – mit passenden Unterkunfts-Tipps.